Es geht um die besten Ideen für das Land und seine Menschen

Cem Özdemir und Dr. Andre Baumann, Foto: Jessen Oestergaard
Jessen Oestergaard

Auf seiner Tour durchs Land hat Ministerpräsidenten-Kandidat Cem Özdemir Halt in Schwetzingen gemacht

„Wenn ich die Landtagswahl gewinne, werde ich alles dafür tun, dass in Baden-Württemberg Ideen danach beurteilt werden, ob sie gut oder schlecht sind für das Land, nicht danach, von wem oder aus welcher Partei sie kommen“, sagte Cem Özdemir vor rund 350 Bürgerinnen und Bürgern im Welde-Brauhaus in Schwetzingen. Der grüne Ministerpräsidenten-Kandidat hatte dort, eingeladen vom Grünen Kreisverband Kurpfalz-Hardt und dem Landtagsabgeordneten Dr. Andre Baumann, einen Tourstopp eingelegt und über seine Pläne für ein starkes und lebenswertes Baden-Württemberg gesprochen. Fragen aus dem Publikum beantwortete er natürlich ebenfalls.

„In seiner Rede hat Cem Özdemir dargestellt, worum es ihm geht: um die besten Ideen für unser Land und seine Menschen“, so Baumann. „Es geht ihm um eine starke Wirtschaft und eine Politik für alle Menschen. Pragmatisch, zupackend und radikal ehrlich.“ Man brauche eine Politik des „sowohl als auch“, so Baumann weiter, „sowohl Wirtschaft, als auch Klimaschutz. Dafür stehen wir Grüne, und dafür steht Cem Özdemir.“ Die Wirtschaft müsse entfesselt werden: durch weniger Bürokratie und weiter höchste Investitionen in Innovation, in der Automobilindustrie und auch bei GreenTech, im Maschinenbau und im Gesundheitssektor. Baumann: „Baden-Württemberg konkurriert als eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas mit den stärksten Regionen der Welt in China oder in den USA.“

Cem Özdemir erneuerte das Aufstiegsversprechen

„Auch der nächste Ministerpräsident muss ein in der Wolle gefärbter Europäer sein“, betonte Özdemir in seiner Rede. „Nur so lassen sich die Interessen Baden-Württembergs vertreten, durch ein starkes und geeintes Europa.“ Er habe sich fest vorgenommen, wenn er Ministerpräsident werde, so Özdemir, werde er alles dafür tun, dass das nächste Palantir, die nächste Analyse-Software aus Europa komme und dem Rechtsstaat, der liberalen Demokratie verpflichtet sei. Cem Özdemir sprach auch eine Warnung an alle Wählerinnen und Wähler aus: „Wenn man mit der Stimme experimentiert und glaubt, man könnte vielleicht auch mal eine autoritäre Partei wählen: Das könnte das letzte Mal gewesen sein, dass man eine freie Wahl hat!“

Özdemir erneuerte zudem das Aufstiegsversprechen: „Wir müssen den Bildungserfolg abkoppeln von der Herkunft des Elternhauses. Nicht der Beruf, nicht der Geldbeutel, nicht die Herkunft der Eltern dürfen darüber entschieden, welche Chancen ein Kind hat. Jedes Kind in Baden-Württemberg hat es verdient, sein Potenzial auszuschöpfen, und ich will nicht eher ruhen, bis wir das gemeinsam hinbekommen haben.“ Dabei komme es auf den Anfang an. Er sei der aktuellen grünen Bildungsministerin in Baden-Württemberg Theresa Schopper sehr dankbar für das, was sie diesbezüglich schon initiiert habe, zum Beispiel in der Sprachförderung. „Dazu sollte jetzt kommen, das letzte Kitajahr für jedes Kind verpflichtend zu machen, und wenn es verpflichtend ist, muss es kostenlos sein“, so Özdemir.

Neben viel Applaus und stehenden Ovationen gab es für Cem Özdemir bei diesem Termin auch Geschenke. Welde-Chef Max Spielmann schenkte ihm ein Welde-Hochzeitsbier mit einem Bild von Özdemirs Hochzeit auf dem Etikett. Baumann: „Cem war schon zweimal in der Welde-Brauerei. Und bei einer Bier-Blindverkostung in Hannover hat er das Bier von Welde ohne Mühe herausgeschmeckt.“ Von Baumann und dem Grünen Kreisverband Kurpfalz-Hardt bekam Özdemir eine Riesenbrezel überreicht, die eigens von der lokalen Bäckerei Utz angefertigt wurde. Über beide Präsente freute sich Özdemir sichtlich.

„Es war ein überzeugender Auftritt von Cem Özdemir in Schwetzingen“, resümierte Baumann. „Er hat gezeigt, dass er es kann: Er kann Ministerpräsident. Und er hat das Format und die Erfahrung, um unser Land in Berlin, Brüssel und Washington zu vertreten.“

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